Verschiedene Rentenarten – Diese gibt es

  1. Altersrenten

    1.1 Normale Altersrente

    Die normale Altersrente wird in Deutschland am häufigsten ausgezahlt. Bereits nach einer Versicherungszeit von fünf Jahren haben die Versicherten einen Anspruch auf diese Rente. Die Rente wird nur dann abschlagsfrei ausgezahlt, wenn das gesetzlich vorgeschriebene Rentenalter erreicht wurde. Seit 2012 steigt dieses Alter an. Während vor einigen Jahren das Eintrittsalter noch bei 65 lag, ist es mittlerweile auf 67 angehoben wurden.

    1.2 Rente für langjährig Versicherte

    Eine Gesetzesänderung macht es möglich, dass alle langjährig Versicherten, die vor dem 1. Januar 1953 geboren wurden und mindestens 45 Jahre lang Rentenbeiträge gezahlt haben, bereits mit 63 Jahren in Rente gehen können. Für die jüngere Generation, die erst nach 1963 geboren wurden, können dieses Privileg erst mit 65 Jahren nutzen.Renteninformation

    1.3 Altersrente für langjährig Versicherte unter Tage

    Diese Rente steht nur Bergleuten zu, die über einen Zeitraum von 25 Jahren unter Tage gearbeitet oder ein Anpassungsgeld erhalten haben. Für alle Personen, die vor dem 1. Januar 1952 geboren wurden, liegt das Rentenalter bei 60 Jahren. Für alle anderen liegt das Rentenalter bei 62 Jahren.

    1.4 Altersrente für Arbeitslose

    Diese Rente steht nur Versicherten zu, die vor 1952 geboren wurden, eine Versicherungszeit von 15 Jahren oder mehr vorweisen können und älter als 58 Jahre und sechs Monate sind. Weiterhin müssen sie mindestens 52 Wochen lang als arbeitslos gemeldet gewesen sein. Eine weitere Möglichkeit, diese Rente zu erhalten besteht dann, wenn der Versicherte mindestens 2 Jahre in Altersteilzeit angestellt war.

    1.5 Altersrente für Behinderte

    Auch Personen mit einer Schwerbehinderung haben die Möglichkeit, vorzeitig in Rente zu gehen. Hierfür muss eine Schwerbehinderung zu Beginn der Rentenzeit vorliegen. Weiterhin muss der Betroffene eine Mindestversicherungszeit von 35 Jahren vorweisen können.

    2. Hinterbliebenenrente

    Diese Rentenart steht Witwen, Witwern und Waisen zu, wenn der verstorbene Ehegatte mindestens fünf Jahre versichert war und selbst eine Rente erhalten hat. Weiterhin muss das Ehepaar mindestens ein Jahr lang verheiratet gewesen sein. Die Versicherungszeit muss auch bei Waisen oder Halbweisen vorgewiesen werden. Sie steht nur Kindern zu, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Wenn sie sich in einer Ausbildung befinden, steht ihnen die Hinterbliebenenrente bis zum 27. Lebensjahr zu. Für Behinderte gilt diese Altersbeschränkung jedoch nicht.

    3. Erwerbsminderungsrente

    Diese Erwerbsminderungsrente, die auch unter dem Begriff Invalidenrente bekannt ist, gelten strenge Vorgaben. Sie kann nur von Personen bezogen werden, die das Regelalter für die Altersrente noch nicht erreicht haben. Diese Invalidenrente steht nur Personen zu, die aufgrund einer Behinderung oder einer schweren Krankheit dauerhaft unfähig sind, für mindestens sechs Stunden am Tag in einem Beruf zu arbeiten. Weiterhin muss eine fünfjährige Wartezeit der Mindestversicherung erfüllt sein.

    4. Berufsunfähigkeitsrente

    Diese Rente ist für Personen, die eine private Versicherung abgeschlossen haben, in der eine Berufsunfähigkeit absichert ist. Für den Anspruch müssen die Versicherten die Vorgaben erfüllen, die im jeweiligen Vertrag festgelegt wurden. Diese Klauseln umfassen im Regelfall eine Berufsunfähigkeit aufgrund eines Unfalls oder durch eine Krankheit.

    5. Gesetzliche Unfallrente

    Die gesetzliche Unfallrente tritt dann in Kraft, wenn der Betroffene bei einem Unfall am Arbeitsplatz, am Ausbildungsort oder auf dem Weg dorthin geschädigt wurde. Auch bei einer anerkannten Berufskrankheit haben die Versicherten einen Anspruch auf diese Rente. Weiterhin muss eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegen, die mindestens 26 Wochen lang besteht und eine mindestens 20%ige Minderung der Erwerbsfähigkeit nach sich zieht.